Präsenzschulungen versus E-Learning

Präsenzschulungen versus E-Learning

Immer wieder taucht im Schulungsbereich die Frage auf: Was ist denn nun besser, Präsenzschulungen oder E-Learning? Beide Methoden haben sicherlich ihre Vor- und Nachteile. Warum Präsenzschulungen jedoch in der Regel besser geeignet sind und wie Sie diese vor Ihrem Vorgesetzten argumentieren lesen Sie hier.

Über den Author Stefan Purder

Gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann, der nach 16 Jahren im IT-Umfeld zum Datenschutz und zur Informationssicherheit wechselte. Seit 2008 betreut er nun als interner Datenschutzbeauftragter bis zu 17 deutsche Gesellschaften in einem produzierenden Unternehmen.

Kennen Sie das?

Sie rufen irgendwo bei einer Hotline an und eine gelangweilte Computerstimme führt Sie durch ein scheinbar unendliches Menü von Auswahlmöglichkeiten … Oder: Sie sitzen vor Ihrem Computer und wollen eine Bestellung aufgeben, aber die Webseite scheint irgendwie nicht kompatibel zu sein zu Ihren Fähigkeiten … Am liebsten würden Sie laut schreiend davonlaufen, weil Sie niemanden finden, der Ihnen helfen kann …?

Dann gehören Sie zu dem Personenkreis, welcher sicher unsere Auffassung teilt, dass E-Learning-Schulungen zwar ganz nett sein können, aber nur, wenn das Dargestellte 100%ig zu Ihnen und Ihren Aufgabenstellungen passt. Denn genau das oben beschriebene Szenario passiert vielen Menschen, die an einer E-Learning-Schulung teilnehmen. Natürlich sind die entsprechenden Plattformen heutzutage gut gestaltet und häufig auch mit guten Hilfetexten versehen, aber nichtsdestotrotz bleibt man letztlich mit seinen Fragestellungen, die spätestens bei der Vermittlung der Schulungsinhalte auftauchen, allein.

„Was bedeutet das jetzt für meinen Prozess?“, „Wie kann ich denn meinen Arbeitsablauf datenschutzkonform gestalten?“, „Was muss ich denn jetzt in meiner Einwilligungserklärung berücksichtigen?“ – Fragen wie diese tauchen bei Datenschutz-Schulungen immer wieder auf.

Gefolgt von dem Wunsch: Wäre doch jetzt jemand hier, der mir meine Fragen beantworten kann.

 

Was tun?

In dieser Situation helfen nur Präsenzschulungen, die genau auf Ihre Zuhörer zugeschnitten sind. Ihr Vortrag kann die Teilnehmer fesseln und kann sie in deren individuellen Arbeitsbereichen abholen. In einer solchen Schulung kann ein Dialog zwischen Ihnen als Datenschutzbeauftragtem und Ihren Zuhörern entstehen.

Wenn Sie dann noch mit zielgruppenorientiertem Fachwissen und Schulungsmaterialien auflaufen, sind Sie der Gewinner. Ihre Schulungen werden von den Teilnehmern angenommen, weil sie in deren Arbeitsfeld passen und zeitgemäß sind. Schließlich ist kaum etwas langweiliger als ein Thema, das einen nicht interessiert. Auch wenn es Ihnen und uns nicht gefällt, ist für viele Mitarbeiter und selbst für Führungskräfte Datenschutz definitiv eines dieser Themen, die wenig Interesse wecken. Es liegt an Ihnen, das mit guten Präsenzschulungen zu ändern!

In Ihrer Präsenzschulung haben Sie die Möglichkeit, die Fragen zu den einzelnen Prozessen des Fachbereiches aufzugreifen. Stellen Sie die Knackpunkte beim Datenschutz in den Mittelpunkt und bauen Sie Lösungen für die spezifischen Problemstellungen Ihrer Firma direkt in Ihre Schulung ein. Damit erweisen Sie sich als kompetenter Berater und holen Ihre Zuhörer dort ab, wo sie stehen: in ihrem Arbeitsalltag. Das steigert Ihre Akzeptanz auch für den weiteren Berufsalltag.

 

Zu teuer?

Die zu schulenden Mitarbeiter sitzen über viele Standorte verteilt und Sie scheuen die damit verbundenen Reisetätigkeiten und -kosten? Versuchen Sie doch, Ihre Schulung über eine Web-Konferenz abhalten, wo Ihre Zuhörer und -schauer Ihrem Live-Vortrag folgen. Das spart Reisekosten, denn jeder Teilnehmer kann diese Schulung von seinem Arbeitsplatz aus erleben – und doch kann ein direkter Dialog entstehen.

Wenn auch die fehlende physische Präsenz des Vortragenden schnell zu Langeweile oder zur Beschäftigung mit gerade neben dem Monitor liegenden Arbeiten führen kann, ist diese Variante immer noch besser als eine fertige Schulung zum „Durchklicken“, denn Ihre Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihre spezifischen Fragen loszuwerden, und müssen nicht laut schreiend davonlaufen.

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