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Betriebsrat schulen – aber wie? Fragen Sie doch einfach nach!

Betriebsrat schulen – aber wie? Fragen Sie doch einfach nach! © fizkes @ fotolia.com

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Das beste Gegenmittel: Die Mitarbeiter im Datenschutz fit machen, um gefährliche Wissenslücken zu füllen und Datenschutzverstößen vorzubeugen – das gilt natürlich auch für den Betriebsrat. Um das Wissen passgenau zu vermitteln, setzen Sie auf die Mitbestimmung des Betriebsrats und fragen Sie nach!

Über den Autor

Mehr als 12 Jahre Berufserfahrung als Vollzeit-Datenschützer im Unternehmen. Darüber hinaus ist er seit vielen Jahren als Chefredakteur von "Datenschutz aktuell" tätig und zeigt seinen Lesern wie sich Datenschutz pragmatisch umsetzen lässt.

Schritt 1: Gehen Sie auf den Betriebsrat zu

Suchen Sie das Gespräch und gehen Sie direkt auf die Kollegen des Betriebsrats zu. Mit gezielten Fragen bringen Sie in Erfahrung, welche Kenntnisse zum Datenschutzrecht bereits vorhanden sind. Fragen Sie beispielsweise im ersten Schritt, was über Ihren Zuständigkeitsbereich als Datenschutzbeauftragter und die Verantwortlichkeiten im Unternehmen beim Umgang mit personenbezogenen Daten bekannt ist. Fühlen Sie außerdem auf den Zahn, welche Datenschutzthemen der Betriebsrat für seine Arbeit als besonders wichtig einstuft und bringen Sie in Erfahrung, an welchen Stellen es in Sachen Datenschutz gerade „brennt“.

Schritt 2: Fragen Sie nach

Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Arbeitnehmer im Unternehmen. Gerade dann, wenn die Beziehung zwischen Betriebsrat und der Unternehmensleitung tendenziell eher von Misstrauen geprägt ist, können auch Vorurteile gegenüber Ihnen als Datenschutzbeauftragter bestehen. Umso wichtiger: Gehen Sie vorbereitet in das Gespräch.

Schritt 3: Nutzen Sie diese Checkliste

Lassen Sie den Betriebsrat mitbestimmen! Verteilen Sie im Verlaufe oder am Ende des Gesprächs eine Liste mit Fragen zu den gewünschten Datenschutzthemen. So haben Sie schwarz auf weiß, welche Themen für den Betriebsrat von besonderer Bedeutung sind. Außerdem: Um den zeitlichen Ablauf Ihrer Schulung genau zu planen, vergessen Sie nicht nachzufragen, wie lange die Schulung in etwa dauern soll. Raten Sie dazu, die Veranstaltung auf maximal zwei bis vier Stunden zu begrenzen. Ansonsten leidet die Aufmerksamkeit der Teilnehmer, und es besteht die Gefahr, dass wichtige Inhalte verpuffen.

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