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Haben Sie das Ziel Ihrer Schulung erreicht? – Planen Sie bei Ihrer Präsentation Interaktion und Dialog mit ein

Haben Sie das Ziel Ihrer Schulung erreicht? – Planen Sie bei Ihrer Präsentation Interaktion und Dialog mit ein © fotolia, Robert Kneschke

Ist das Ziel Ihrer Präsentation klar definiert? Sie werden es selber kennen: Nicht selten wird vorher zu wenig darüber nachgedacht, warum die Präsentation gehalten und welches Ziel damit erreicht werden soll. So wird die Präsentation schon in der Konzeptionsphase als reine Informationsübermittlung geplant, ein Dialog wird gar nicht vorgesehen. Würde es da nicht auch reichen, es einfach als eine schriftliche Information zu versenden?

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Die Redaktion von TeachToProtect veröffentlicht für Sie Tipps und Knowhow, wie Sie Ihre Schulungen und Präsentationen besser gestalten und umsetzen können.

Ist das Ziel der Präsentation klar definiert?

Nicht selten ist das nämlich nicht der Fall. Sie werden es selber kennen: Nicht selten wird vorher Zuwenig darüber nachgedacht, warum die Präsentation gehalten und welches Ziel damit erreicht werden soll. So wird die Präsentation schon in der Konzeptionsphase als reine Informationsübermittlung geplant, ein Dialog wird gar nicht vorgesehen. Würde es da nicht reichen, einfach eine schriftliche Information zu versenden?

Wurden die Hauptaussagen der Präsentation deutlich herausgearbeitet – oder kurz: Hat die Präsentation eine Botschaft?

Das Aneinanderreihen von Informationen, das Zusammenkopieren verschiedener Folien ist noch längst keine Präsentation. Entscheidend ist, dass bei Ihren Schulungsteilnehmern etwas „hängen bleibt“, dass die Zuhörer etwas für sie Wichtiges lernen oder erfahren und dieses Gelernte oder Erfahrende anschließend in Aktionen umsetzen. Haben Sie eine Präsentation, die Sie erstellt oder selbst gehalten haben, schon einmal daraufhin untersucht, ob sie eine Botschaft enthält und ob diese auch für andere erkennbar ist?

Bereiten Sie für die Präsentation bewusst Elemente für Interaktion und einen passenden Medien-Mix vor?

Der Dialog mit den Schulungsteilnehmern muss keineswegs Ihren „roten Faden“ unterbrechen. Bauen Sie beispielsweise nach jedem Abschnitt eine Zusammenfassung ein, die Sie mit den Teilnehmern erarbeiten. Schreiben Sie das gemeinsam Zusammengetragene auf ein Flipchart oder an eine Tafel. Oder verteilen Sie Zettel und vorbereitete Pappschilder, die die Teilnehmer an einer Wand oder auf einem Tisch gemeinsam zu einer Lösung oder Überblicksinformation zusammensetzen. Wie viele Medien setzen Sie ein, wie viele Interaktionen bereiten Sie bewusst vor?

Kennen Sie die Zielgruppe, für die die Präsentation bestimmt ist?

Wenn Sie einen Vortrag vor Jugendlichen vorbereiten (z. B. Auszubildende), werden Sie dies sicher anders tun als bei einer Präsentation vor der Geschäftsführung. Der Informationsgehalt, aber auch die Darbietung einer Präsentation müssen sich also nach dem Publikum richten. Welches Wissen kann vorausgesetzt, was muss erklärt werden? Welche Meinungen gibt es zum Thema, sind Widerstände zu erwarten, müssen Argumente und Informationen deshalb speziell aufbereitet werden? Wollen Sie das Publikum erst von etwas überzeugen, dann gilt es, Vorurteile und Widerstände abzubauen, für Vertrauen zu werben. Reine Fakten reichen da nicht aus, Vorschläge und Entscheidungen müssen Schritt für Schritt für das Publikum nachvollziehbar entwickelt werden. Einmal ganz ehrlich: Stellen Sie sich vor jeder Präsentation die Frage, was die Teilnehmer Ihrer Schulung über das Thema wissen und was sie interessieren wird? Oder denken Sie eher darüber nach, was Sie selbst vermitteln wollen?

Hat die Präsentation neben Einleitung und Hauptteil auch einen guten Schluss?

Meist klappt es und Präsentationen haben einen Einstieg und einen Hauptteil. Aber oft fehlt der Schluss, weil keine Zeit war, wesentliche Aussagen prägnant und optisch eindrucksvoll zusammenzufassen. Doch das, was am Ende gesagt und gezeigt wird, bleibt am stärksten bei den Zuhörern haften. Ungeübte Vortragende erkennen Sie daran, dass sie das Publikum über das Ende der Präsentation im Unklaren lassen und keinen erkennbaren Schlusspunkt setzen. Wie ist es bei Ihnen: Sorgen Sie mit gut durchdachten Folien für einen „guten Abgang“? Übrigens: Spätestens beim Formulieren der abschließenden Folien sollte die Hauptaussage der Präsentation „zum Vorschein kommen“. Es ist daher gar keine paradoxe Idee, beim Ausarbeiten einer Präsentation mit dem Schlussteil zu beginnen.

Bildquelle: Fotolia_209117866

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